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Schritt 4: Daten geografisch untersuchen

Sie haben eine fantastische Ansicht aufgebaut, mit der Sie die Umsätze und Gewinne nach Produkt zwischen 2014 und 2017 überprüfen können. Und nachdem Sie die Umsätze und Rentabilität der Produkte im US-amerikanischen Süden betrachtet haben, beschließen Sie, nach Trends oder Mustern in dieser Region zu suchen.

Hier geht es um geografische Daten (das Feld "Region"); Sie können also eine Kartenansicht aufbauen. In Kartenansichten lassen sich diese Arten von Daten hervorragend darstellen und analysieren. Und sie sind einfach cool!

Für dieses Beispiel wurden den Feldern "Land", "Bundesstaat", "Ort" und "Postleitzahl" in Tableau bereits die entsprechenden geografischen Rollen zugewiesen. Das Programm hatte bereits erkannt, dass diese Felder jeweils geografische Daten enthalten. Sie können sich gleich an das Erstellen der Kartenansicht machen.

Weitere Informationen: Einführung in geografische Rollen

Tableau erkennt zahlreiche häufig verwendete geografische Daten, z. B. Namen von Bundesstaaten und Städten. Wenn diese Art von Daten in Tableau erkannt wird, weist das Programm den Feldern automatisch eine geeignete geografische Rolle zu, und die Felder werden zu geografischen Feldern.

Geografische Felder sind im Datenbereich mit einem Weltkugelsymbol gekennzeichnet. Wenn einem Feld eine geografische Rolle zugewiesen ist, erstellt Tableau automatisch eine Kartenansicht, sobald Sie dieses Feld auf der Karte "Markierungen" in das Ziel Detail ziehen. Weitere Informationen hierzu später

Wenn Tableau die Daten nicht als geografische Daten erkennt, können Sie den relevanten Feldern jeweils manuell eine geografische Rolle zuweisen.

Es stehen mehrere geografische Rollen zur Auswahl:

  • Flughafen
  • Ortskennzahl
  • CBSA/MSA
  • Ort
  • Congressional District
  • Land/Region
  • County
  • NUTS – Europa
  • Bundesland/Kanton
  • ZIP-Code/Postleitzahl

Dies sehen Sie im nachfolgenden Verfahren in Aktion.

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Erstellen einer Kartenansicht

Beginnen Sie mit einem neuen, leeren Arbeitsblatt.

  1. Klicken Sie unten im Arbeitsbereich auf das Symbol Neues Arbeitsblatt.

  2. Tableau behält das letzte Arbeitsblatt bei und legt ein neues Arbeitsblatt an, sodass Sie Ihre Daten weiter untersuchen können, ohne Ihre bisherige Arbeit zu verlieren.

  3. Doppelklicken Sie im Bereich "Daten" auf Bundesstaat. Dieses Feld wird auf der Karte "Markierungen" unter Details eingefügt.

  4. Tusch! Sie haben eine Kartenansicht.

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    Weitere Informationen: Geografische Felder per Doppelklick hinzufügen

    Wenn Sie auf Felder doppelklicken, werden diese schnell und einfach in die Ansicht eingefügt. Wenn Sie auf ein geografisches Feld doppelklicken, wird es automatisch auf der Karte "Markierungen" unter "Details" eingefügt, und es wird eine Kartenansicht erstellt, die mit Markierungen für die einzelnen im Feld aufgeführten Orte versehen ist.

    In Tableau ist bereits bekannt, dass die Namen von Bundesstaaten als geografische Daten zu behandeln sind, und die Dimension "Bundesstaat" ist der geografischen Rolle "Bundesland/Kanton" zugewiesen; in Tableau wird daher automatisch eine Karte erstellt.

    Die 48 angrenzenden Bundesstaaten in der Datenquelle sind jeweils mit einer Markierung versehen. (Alaska und Hawaii befinden sich leider nicht in der Datenquelle und werden daher ausgelassen.)

    Beachten Sie, dass auch das Feld "Land" in die Ansicht aufgenommen wird. Der Grund hierfür ist, dass die geografischen Felder in Sample – Superstore jeweils Teil einer Hierarchie sind. Alle Ebenen in der Hierarchie werden als Detailtiefe hinzugefügt, ähnlich wie die Schicht einer Zwiebel.

    Außerdem werden die Felder "Breitengrad" und "Längengrad" in die Container "Spalten" und "Zeilen" eingefügt. Diese Felder fungieren quasi als x- und y-Koordinaten. Die Felder sind bei jedem Erstellen einer Kartenansicht unverzichtbar, da jedem Ort in den Daten bereits ein Breitengrad und ein Längengrad zugewiesen ist. In bestimmten Fällen werden die Felder "Breitengrad" und "Längengrad" durch Tableau erzeugt. In anderen Fällen müssen Sie diese Felder manuell in die Daten aufnehmen. Weitere Ressourcen mit weiterführenden Informationen finden Sie in der Lernbibliothek.

    Eine coole Karte mit 48 Bundesstaaten ist im Prinzip eine gute Sache, doch eigentlich wollten Sie erfahren, was im Süden passiert, wissen Sie noch?

  5. Ziehen Sie das Feld Region auf den Container Filter, und filtern Sie dann die Ansicht nur auf den Süden herunter. Die Kartenansicht wird auf die südliche Region vergrößert, und jeder Bundesstaat erhält eine Markierung (insgesamt 11).

  6. Nun möchten Sie mit eigenen Augen sehen, wie sich die Daten in dieser Region gestalten. Sie ziehen also weitere Felder auf die Karte "Markierungen":

  7. Ziehen Sie die Kennzahl Sales auf der Karte "Markierungen" auf Farbe.

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  8. Die Ansicht wird automatisch aktualisiert und zeigt nun eine ausgefüllte Karte, in der die einzelnen Bundesstaaten jeweils gemäß dem Gesamtumsatz eingefärbt sind.

    Wenn Sie eine fortlaufende Kennzahl mit positiven Zahlen (z. B. den Umsatz (Sales)) auf der Karte "Markierungen" auf "Farben" ziehen, ist die ausgefüllte Karte blau eingefärbt. Negative Werte erhalten die Farbe Orange.

    Unter Umständen ist die Farbe Blau auf der Karte nicht erwünscht. Sie ziehen beispielsweise die Farbe Grün vor, oder Ihre Daten sollten nicht unbedingt blau dargestellt werden, wie beispielsweise Waldbrände oder Verkehrsstaus. Das würde nur verwirren!

    Keine Sorge, Sie können die Farbpalette wie gewohnt ändern.

  9. Klicken Sie auf der Karte "Markierungen" auf Farbe, und wählen Sie Farben bearbeiten.

  10. In diesem Beispiel möchten Sie erfahren, welche Bundesstaaten hohe bzw. niedrige Umsätze liefern.

  11. Wählen Sie in der Dropdown-Liste "Palette" die Option Rot-Grün auseinanderlaufend, und klicken Sie auf OK. Damit können Sie die Elemente mit niedriger Leistung schnell und einfach von den Elementen mit hoher Leistung unterscheiden.

  12. Die aktualisierte Ansicht sieht folgendermaßen aus:

    Aber Moment mal. Alles ist jetzt rot! Was ist passiert?

    Die Daten sind richtig, und technisch gesehen können Sie Elemente mit niedriger Leistung durchaus mit Elementen mit hoher Leistung vergleichen, aber ist das wirklich schon alles?

    Sind die Umsätze in einigen Bundesstaaten wirklich so miserabel, oder möchten in Florida einfach mehr Menschen Ihre Produkte erwerben? Vielleicht unterhalten Sie in den rot eingefärbten Bundesländern nur weniger oder kleinere Geschäfte. Oder vielleicht ist die Bevölkerungsdichte in den grün eingefärbten Bundesstaaten höher, sodass schlichtweg mehr Menschen Ihre Artikel kaufen.

    Wie man es dreht und wendet: Diese Ansicht möchten Sie auf keinen Fall Ihrer Vorgesetzten zeigen, weil Sie daran zweifeln, dass die Daten eine wirklich aussagekräftige Story erzählen.

  13. Klicken Sie in der Symbolleiste auf das Symbol Rückgängig , und kehren Sie wieder zu dieser hübschen blauen Ansicht zurück.

  14. Es gibt immer noch ein Farbproblem. Alles sieht einfach hervorragend aus – das ist das Problem!

    Auf den ersten Blick hat scheinbar Florida die besten Leistungen vorzuweisen. Wenn Sie mit der Maus auf die Markierung zeigen, sehen Sie einen Umsatz von insgesamt 89.474 US-Dollar, verglichen beispielsweise mit South Carolina mit mageren 8.482 US-Dollar Umsatz. Aber war überhaupt ein Bundesstaat im Süden profitabel?

  15. Ziehen Sie das Feld Gewinn auf der Karte "Markierungen" auf Farbe, und versuchen Sie, diese Frage zu beantworten.

  16. So sieht das schon viel besser aus! Der Gewinn setzt sich häufig sowohl aus positiven als auch aus negativen Werten zusammen. In Tableau wird daher automatisch die Farbpalette "Orange-Blau auseinanderlaufend" ausgewählt, mit der sich die Bundesstaaten mit negativen Gewinnen und die Bundesstaaten mit positiven Gewinnen leicht auseinanderhalten lassen.

Jetzt wird ersichtlich, dass Tennessee, North Carolina und Florida negative Gewinne erzielen, obwohl sie mit Blick auf den Umsatz gute – sogar hervorragende – Ergebnisse liefern. Aber warum? Das werden Sie im nächsten Schritt beantworten.

Kontrollieren Sie Ihre Arbeit! Sehen Sie "Erstellen einer Kartenansicht". in Aktion.

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Weiter mit Schritt 5: Drilldown in die Details